Rassebeschreibung

Der Spinone Italiano wird von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) unter der Nummer 165 in der Gruppe 7 (Vorstehhunde) und dort der Untergruppe 1.3 Kontinentale Vorstehhunde, Typ »Griffon« geführt. (Offizieller Rassestandard)
Sein Herkunftsland ist Italien.

ERSCHEINUNGSBILD

Rüden erreichen eine Größe von 65-70 cm bei einem Gewicht von 32-37 kg und Hündinnen 58-65 cm bei 28-30 kg.
Die zugelassenen Farben sind weiß (eher cremefarben), weiß mit orangefarbenen Platten, weiß-orange-geschimmelt, weiß-orange-geschimmelt mit orangefarbenen Platten, Braunschimmel, Braunschimmel mit braunen Platten und weiß mit braunen Platten.
      Das Fell ist rauhhaarig, 4-6 cm lang, am Körper dicht anliegend, am Kopf und den Behängen kürzer. Der Spinone Italiano hat einen kräftigen Körper. Seine langen Behänge und der lange Bart verleihen ihm einen ernsten Ausdruck. Die Augen sind je nach Fellfarbe ocker bis bernsteinfarben.
      Die Rute wird in den meisten Ländern so auch in Italien und den USA jagdhundtypisch auf eine Länge von etwa 15-25 cm kupiert. In Deutschland, Schweden, Dänemark und Holland wird die Rute nicht mehr kupiert. Sie wird tief oder waagerecht getragen, im erregten Zustand auch leicht gehoben.

DER SPINONE ALS GEBRAUCHSHUND

Als Jagdhund wird er gern zur Niederwildjagd eingesetzt. Er gilt als hervorragender Vorsteh- und Apportierhund. Weder die Arbeit in kaltem Wasser noch in Dornengestrüpp bremsen seinen Jagdeifer. Sein Jagdstil ist langsam, aber sorgfältig. Aufgrund seiner charakteristischen Gangart ein mit nur wenigen Galloppsprüngen durchsetzter ausgreifender Trab ist der Spinone ein besonders ausdauernder Jäger.
      Sein langsames Suchverhalten hat dazu geführt, daß er sogar in seiner Heimat Italien weitgehend von schneller jagenden Hunderassen (z. B. Spanielrassen) abgelöst wurde.
      Obgleich der Spinone ein reiner Jagdgebrauchshund ist, kann er bei konsequenter Erziehung, ausreichender Bewegung und Beschäftgung durchaus auch in der Familie gehalten werden. Fremden gegenüber verhält er sich freundlich und nie aggressiv. Kein ausgesprochener Wachhund, ist er doch aufmerksam gegenüber allem Verdächtigen und beeindruckt durch seine Respekt einflößende tiefe Stimme.
      Auch wird er zum Beispiel in Amerika mit Erfolg als Begleithund trainiert und eingesetzt. Aufgrund seines ruhigen Gemüts eignet er sich selbst als Blinden- oder Behindertenbegleithund sowie als Therapiehund. Dank seiner ausgezeichneten Nase leistet er hervorragende Arbeit als Rettungshund.

SOZIALISIERUNG & ERZIEHUNG

Im Welpenalter sollte der Spinone gut sozialisiert werden: Noch in der Geborgenheit der Hundefamilie sollte er lernen, Fremde zu treffen und möglichst viele neue Situationen zu meistern. Bei seinem neuen Besitzer lernt er z. B. in einer Welpenspielgruppe den Umgang mit fremden Hunden und Menschen.
Die Erziehung des Spinone erfordert eine konsequente, zugleich aber sehr einfühlsame Hand. Im Vergleich mit traditionellen deutschen Jagdhunderassen wie etwa dem Deutsch Drahthaar muss man ihn eher als sensibel einstufen.

HALTUNG

Er sollte möglichst nicht oder nur wenig im Zwinger gehalten werden, da er sich eng an seinen Besitzer anschließt und diesem gern überall hin folgt. Er ist sehr dankbar für jede Zuwendung und fordert diese auch gern mal ein.

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